Malzraum







Malz ist quantitativ nach dem Wasser der zweitwichtigste Rohstoff zum Bierbrauern. FĂŒr einen Liter Bier werden je nach Biersorte zwischen 200g und 300g Malzschrot benötigt. FĂŒr einen Teil unserer Biersorten werden immerhin 7 verschiedene Malz- und Spezialmalzsorten verwendet. Dies ist einzigartig und wird durch den malzigen und vollmundigen Charakter im fertigen Bier belohnt.

Das Malz wird in SĂ€cken und Big Packs auf Paletten im Malzraum gelagert. Nach dem Abwiegen der jeweiligen genauen Rezeptur gelangen die noch ganzen Malzkörner in die SchrotmĂŒhle und werden von 2 gegenlĂ€ufig angetriebenen Walzen gequetscht und dadurch zerkleinert. So wird fĂŒr den nachfolgenden Maischprozess der Mehlkörper freigelegt und vorbereitet.



Sudhaus










Im Sudhaus, dem HerzstĂŒck einer jeden Brauerei stehen die eigentlichen SudgefĂ€ĂŸe. Einstmals aufwĂ€ndig und kunstvoll aus warm glĂ€nzenden Kupferblech getrieben und kreiert, wird seit vielen Jahren rostfreier und lebensmittelunbedenklicher Edelstahl verwendet. Die Ă€sthetisch runden und geschwungenen Formen der Kessel sind dadurch leider verloren gegangen, gewonnen wurde jedoch die Resistenz gegenĂŒber allen ĂŒblichen sauren und alkalischen Reinigungsmitteln.

Kurz gesagt, ist die Pflege und hygienische Reinigung wesentlich einfacher geworden ohne auf die Kosten der Lebensdauer jener BehÀlter zu gehen.

Unser jetziges Sudwerk ist von der Firma Labu Buchrucker (seit 1896) in Linz angefertigt worden. Es ist ein 3-GerĂ€te Sudwerk, bestehend aus der Maische- und WĂŒrzepfanne, dem LĂ€uterbottich mit Hackwerk, sowie dem WĂŒrzevorlaufgefĂ€ĂŸ und Whirlpool. Mit dieser modernen Technik sind tĂ€glich bis zu 2 Sude möglich, was einer tatsĂ€chlichen Ausschlagmenge von ca. 10 hl (=1000L) entspricht.



GĂ€rkeller










Die im Sudhaus mit grĂ¶ĂŸter Sorgfalt hergestellte BierwĂŒrze wird nun einzeln, praktisch sudweise bei ca. 19˚-20˚ C im GĂ€rtank mit obergĂ€riger Reinzuchthefe angestellt. Wir beziehen unsere Reinzuchthefe wöchentlich frisch, keine Hefe wird in unserer BIERMANUFAKTUR aus biologischen und geschmacklichen GrĂŒnden mehrmals gefĂŒhrt.

Im Zeitraum von 3 bis 4 Tagen verstoffwechselt die Saccharomyces cerevisiae Bierhefe jene Malzzucker, welche beim Maischprozess im Sudhaus enzymatisch gebildet worden sind. Daraus entstehen letztendlich Kohlendioxid, Äthylalkohol und etwas WĂ€rme wird ebenfalls freigesetzt. Dadurch nimmt der ursprĂŒngliche StammwĂŒrzegehalt bis zu etwa einem Viertel seines Ausgangswertes ab.



Lagerkeller










Nach der HauptgĂ€rung wird das Jungbier in den Lagertank geschlaucht. Ein Großteil der Hefe hat sich zum Ende der HauptgĂ€rung am Boden des GĂ€rtanks abgesetzt. Durch das Umpumpen wird das Jungbier von dieser Hefe getrennt, was aus geschmacklichen GrĂŒnden notwendig ist. Im Lagerkeller herrschen Temperaturen um den Gefrierpunkt.

Jeder Lagertank besitzt seinen eigenen Spundapparat um den gewĂŒnschten KohlensĂ€uregehalt wĂ€hrend der NachgĂ€rung einzustellen. Das wĂ€hrend der NachgĂ€rung gebildete Kohlendioxid wird als KohlensĂ€ure im Bier gebunden. Über einen Zeitraum von 4 bis 6 Wochen findet eine geschmackliche Ausreifung der Biere statt, indem die Jungbierbukettstoffe umgewandelt und abgebaut werden.

Vom Lagertank kommen unsere BierpezialitĂ€ten unmittelbar zur AbfĂŒllung in Flaschen und FĂ€sser.



Flaschenkeller, Fassbierkeller




Der Flaschenkeller umfasst bei uns die FlaschenwĂ€scherei sowie die Flaschen- und die FassfĂŒllerei. Diese zwei Abteilungen sind aus GrĂŒnden der Hygiene baulich durch eine Zwischenwand voneinander abgetrennt. Die Maschinen und Anlagen in diesen RĂ€umen sind alle zusammen meist nur noch ausrangiert in einzelnen Brauereimuseen zu bewundern. Die Maschinen sind in den Jahren 1947 bis 1961 gebaut und zu ihrem treuen Dienst erweckt worden.

Das Wissen und die Erfahrung in Kombination Braumeister-Maschinenschlosser haben es ermöglicht, diese „Oldtimer“ bis ins Detail zu restaurieren und zu ĂŒberholen. Dadurch haben diese seltenen SchĂ€tze wieder ihren Originalzustand wie „neu ab Werk“ erhalten. Besonders genial ist die Tatsache, dass diese Maschinen optimal mit ihren Stundenleistungen zu unserer BetriebsgrĂ¶ĂŸe passen. In Verbindung mit unseren fleißigen HĂ€nden ist es möglich, die menschlichen und maschinellen Höchstleistungen in Einklang zu bringen.



Flaschenwascherei













In einem mittels Getriebemotor angetriebenen Einweichrad Fabrikat „Seitz Golf 2“ befinden sich ca. 1000 Liter Lauge. Dieses alkalische Reinigungsmittel wird mit Hilfe unserer Solaranlage bis zu 70˚ C vorgewĂ€rmt, ehe es durch einen Syphonkessel mittels CO2-neutralen Holzfeuer auf rund 80˚ C erhitzt und konstant gehalten wird.

In die innenliegende drehbare Trommel werden nun die leeren Flaschen eingelegt und im Zeitraum von ca. 20-25 Minuten der Schmutz, eingetrocknete Bierreste sowie die alten Etiketten abgelöst. Anschließend werden die gereinigten Flaschen in der BĂŒrstenwaschmaschine „Seitz Polfram 8“ innen und außen gebĂŒrstet und ausgespĂŒlt. Durch den Einbau einer 68 mm Antriebsrolle werden mit dieser Maschine ungefĂ€hr 1500 Flaschen pro Stunde gespĂŒlt. Diese schnelle Einstellung bedeutet fĂŒr uns allerdings auch Akkordtempo.



FlaschenfĂŒllerei







Unmittelbar nach der Reinigung werden die nun sterilen Flaschen durch einen halbautomatischen RundfĂŒller mit unseren BierspezialitĂ€ten befĂŒllt. Es handelt sich um einen „Seitz Tirax TSF 12 Typ H“. Dieser FĂŒller war zu der damaligen Zeit eine Innovation, da alle getrĂ€nkefĂŒhrende und mit Produkt in BerĂŒhrung kommende Teile aus rostfreiem Edelstahl gefertigt waren.

Um eine kontrollierte schaumfreie BefĂŒllung der Flaschen zu gewĂ€hrleisten, wird jede einzelne Flasche mit einem definierten CO2-Überdruck vorgespannt. Analog dasselbe Prinzip ist zum BefĂŒllen von FĂ€ssern notwendig.

An der Unterseite des Kessels befindet sich eine sogenannte Schieberscheibe, welche die 3 autarken Wege – Vorspanngas, GetrĂ€nk und RĂŒckluft – automatisch regelt. Durch eine modifizierte Schieberscheibe, eine eigene Erfindung unserer BIERMANUFAKTUR, sind FĂŒllerleistungen von bis zu 1300 Flaschen (0,5L) pro Stunde problemlos geworden, weil nahezu keine ReibungswiderstĂ€nde zwischen Kesselboden und Steuerscheibe auftreten. Gleichzeitig werden durch diese Modifikation die Antriebslager, das Schneckengetriebe sowie Breitkeilriemen und Spreizscheiben geschont.



Flaschenetikettierung







Nachdem nun die ca. 3000 Flaschen pro AbfĂŒllung mit köstlichem Bier befĂŒllt sind und der Daumen durch das hĂ€ndische Verschließen des BĂŒgelverschlusses ziemlich gefĂŒhllos ist, folgt nun die Etikettierung derselben.

Bei dieser TĂ€tigkeit ist uns die „Krones Piccolo K10“ behilflich – unser „Àltestes Pferd im Stall“. Dieses war das zweite Modell der Etikettiermaschinen, welche damals von Herman Kronseder in Neutraubling nach den Wirren des zweiten Weltkrieges noch selbst produziert wurde. Heute ist die Firma Krones eine renommierte Firma, welche weltweit tĂ€tig ist und in nahezu jeder Brauerei in irgendeiner Maschinenform vertreten ist.

Die Besonderheit dieser Maschine besteht darin, dass die Flaschen liegend etikettiert werden. Möglich wird dieser heute sehr seltene Arbeitsablauf durch ein Maltesergetriebe, welches stufenlos durch Breitkeilriemen und mechanisch verstellbaren Spreizscheiben geregelt werden kann. Wenn wir nach der vorhergegangenen AbfĂŒllung noch nicht zu erschöpft sind, schaffen wir es gemeinsam gute 2000 Flaschen pro Stunde mit einem Etikett als Verschlusssicherung zu etikettieren.



Vollgutlager







Es ist vollbracht, nachdem jede einzelne Flasche von der Reinigung bis zur BefĂŒllung insgesamt genau 8 mal durch menschliche HĂ€nde gefĂŒhrt wurde, gelangt nun der Fleiß unserer Arbeit in Form von verkaufsfertigen und auf Paletten gestapelten Bierkisten per Hubwagen in das Vollgutlager. Dort werden auch die befĂŒllten KEG-FĂ€sser nach Bestellung kĂŒhl zwischengelagert, ehe sie dann im Laden an die Kunden verkauft werden.

Im kĂŒhlen und dunklen Vollgutlager ist Platz fĂŒr rund 300 Kisten Bier. Diese KapazitĂ€t ermöglicht es uns, eine gewisse Reserve vorzuhalten um an heißen Sommertagen oder geplanten Festen nicht in EngpĂ€sse zu geraten. FĂŒr 3 ganzjĂ€hrige Biersorten, saisonal kommt im FrĂŒhjahr und Herbst eine 4. Sorte dazu, ist dieser Platz auch zwingend notwendig.

Am Feierabend eines langen AbfĂŒlltages erfĂŒllt es uns immer wieder mit Freude, das volle Bierlager zu sehen. Man sieht deutlich was man geleistet hat, dann gönnt man sich abends gerne ein Bier zur Belohnung!



Laden







In unserem neuen Laden können wir Ihnen unsere KLIER BIER SpezialitĂ€ten anbieten. Er ist einladend und stilvoll eingerichtet, ĂŒberall finden die Augen der Besucher liebevoll gestaltete Details. Es werden alle Sinne berĂŒhrt - oft ist im Laden der Geruch vom frisch eingebrauten Bier oder geschroteten Malz wahrzunehmen. Wir haben uns sehr bemĂŒht, damit auch die AtmosphĂ€re in unserem Laden Ihre Vorfreude vor dem Genuss des KLIER BIERes weckt.

Um im Laden freundlich von uns empfangen zu werden, lĂ€uten Sie bitte an der Klingel „Bierverkauf“, wir beraten Sie gern!